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hagebau: Neue Aufsichtsräte gewählt

  • Aufsichtsratsvorsitzender und dessen Stellvertreter im Amt bestätigt
  • Zukunftsweisende Änderung des Gesellschaftervertrags beschlossen
  • 50-jähriges Jubiläum Schwerpunkt bei Gesellschafterversammlung

Soltau/Hamburg, 14. Juli 2014. Bei den turnusmäßigen Neuwahlen zum hagebau Aufsichtsrat hat die hagebau Gesellschafterversammlung am 27. Juni in Hamburg zwei neue Mitglieder berufen: Erstmals in das Gremium gewählt wurde Andreas Augenthaler (Meppen). Er folgt auf Manfred Steinhof (Salzhemmendorf), der sein Mandat aus persönlichen Gründen niederlegte. Robert Grieshofer (Traun) wurde zum neuen Vertreter für Österreich ernannt. Damit nimmt er den Platz von Alfred Bernhard (Innsbruck) ein, dessen Unternehmen zum Jahresende 2013 aus der hagebau ausgeschieden ist. Wiedergewählt wurden die Aufsichtsräte Matthias Schäfer (Wiesbaden), Johannes Schuller (Ingolstadt) und Julian Tintelnot (Bad Salzuflen). Zudem bestätigte der Aufsichtsrat Hartmut Richter (Lübeck) als Aufsichtsratsvorsitzenden sowie Michael Batzner (Ebern) als dessen Stellvertreter.

Einstimmig verabschiedeten die hagebau Gesellschafter, die zu über 95 Prozent anwesend oder vertreten waren, eine Änderung des hagebau Gesellschaftervertrags: Für eine Änderung des Gesellschaftervertrags genügt ab jetzt die Zustimmung von 75 Prozent der anwesenden – statt wie bisher aller – Gesellschafterstimmen. „Dadurch wird die Handlungsfähigkeit der hagebau wesentlich erhöht“, hob Richter die Bedeutung des Beschlusses hervor. „Für die nachhaltige Zukunftsfähigkeit des erfolgreichen Geschäftsmodells der hagebau als Kooperation war dies eine wegweisende Weichenstellung.“

Besucherrekord mit 700 Teilnehmern

Neben der Entwicklung des Unternehmens im Rekordjahr 2013 und in den ersten fünf Monaten 2014 bildete das hagebau Jubiläum den Schwerpunkt der Gesellschafterversammlung. Auf den Tag genau vor 50 Jahren, am 27. Juni 1964, war die Kooperation gegründet worden. Deshalb erlebte die Veranstaltung mit 700 Teilnehmern einen Besucherrekord. Auch zwei der drei noch lebenden hagebau Gründungsgesellschafter waren mit dabei: Carl Thorley senior aus Soest und Manfred Häußler aus Wilster.

Der Aufsichtsratsvorsitzende Hartmut Richter würdigte in seiner Rede die Errungenschaften der Kooperation. „In fünf Dekaden ist die hagebau zu einem der Marktführer im europäischen Baustoff-, Holz- und Fliesenfachhandel gewachsen und spielt auch in der Do-it-Yourself- und Gartenbranche ganz vorne mit“, so Richter. Die Soltauer Zentrale biete den Händlern Leistungen, die sie selbst nicht in diesem Umfang erbringen könnten. Das Portfolio decke alle Bereiche des unternehmerischen Handelns professionell ab. Sein Fazit: „Man müsste die hagebau auf der Stelle gründen, wenn es sie nicht schon gäbe.“

Heribert Gondert, Sprecher der hagebau Geschäftsführung, bekräftigte: „Die hagebau ist eine hoch effiziente Kooperation des Mittelstands mit einem idealen Zusammenspiel eigenständig agierender Unternehmen. Unsere Stärke ist unsere Gemeinschaft. Sie hat die hagebau Gruppe in fünf Jahrzehnten zur umsatz- und ertragsstärksten Kooperation in der Branche gemacht.“

Logistik: Große Schritte in die Zukunft getan

Bei der Versammlung sprachen die fünf hagebau Geschäftsführer, darunter erstmals Ulrich von den Hoff. Seit Anfang 2014 verantwortet er die neue hagebau Logistik KG, die im Januar dieses Jahres in die hagebau integriert wurde. „Die Zusammenführung der Zentrallagergesellschaften unter dem Dach der hagebau war der richtige Schritt“, betonte von den Hoff. „Als einzige Kooperation in der Branche bieten wir unseren Gesellschaftern jetzt Logistik als Kernkompetenz an.“ Bis 2016 werde die hagebau Logistik zu einem modernen Logistikdienstleister entwickelt, kündigte er an. Cross-Docking und weitere Möglichkeiten des Lieferkettenmanagements sollen dann ebenso Leistungsbestandteil sein wie ein breit gefächertes Warengeschäft über alle Sortimentsbereiche des hagebau Fach- und Einzelhandels hinweg. Um die Kapazitäten der fünf Regionalläger zu erweitern und sie für die neuen Anforderungen fit zu machen sind bis Anfang 2015 Investitionen in Höhe von rund 14 Mio. Euro veranschlagt. Von den Hoff: „Mit den baulichen Aktivitäten machen wir große Schritte in die Zukunft.“

Erfolgreicher Fachhandel

Hartmut Goldboom, Geschäftsführer Fachhandel, stellte die erfolgreiche Entwicklung in den einzelnen Fachhandelssparten dar. In den ersten fünf Monaten 2014 lag der Baustoffhandel 12,8 Prozent über dem Vorjahreszeitraum, der Holzhandel wuchs um 17,5 Prozent und der Fliesenhandel um 10,4 Prozent. Bereits im vergangenen Jahr hatte der hagebau Fachhandel in allen Sparten historische Umsatzbestmarken erreicht: Der Baustoffhandel erzielte rund 3 Milliarden Euro (Vorjahr: + 1,4 Prozent), der Holzhandel 690 Millionen Euro (+ 0,1 Prozent) und der Fliesenhandel 180 Millionen Euro (+ 1,6 Prozent).

„Die Aussichten für unsere Branche sind erfreulich und der Fachhandel als Partner des Handweks ist stärker gefordert denn je“, zeigte sich Goldboom optimistisch. Gemeinsames Agieren sei jedoch nötig, um die Herausforderungen der Zukunft zu meistern. So gelte es, sich zusammen gegen die Vertikalisierungstendenzen der Industrie zu stemmen. Als adäquates Mittel sah der Fachhandelsgeschäftsführer die produktorientierten Vertriebskampagnen der hagebau Vertriebssysteme mit ihren nahezu 900 Standorten. Zudem kündigte er die verstärkte Zusammenarbeit mit strategischen Partnern an.

„Zeit ist reif für Marke hagebau im Fachhandel“

Goldboom appellierte an die Gesellschafter des Fachhandels, sich zur hagebau zu bekennen: „Die Zeit ist reif, um die Marke hagebau auch im Baustoff-, Holz- und Fliesenhandel einzusetzen.“ Mittlerweile habe sich die hagebau auch mit ihrer Kompetenz im Fachhandel einen Namen gemacht. Goldboom: „Die Jubiläumskampagne hat gezeigt: Hier wächst zusammen, was zusammengehört.“

Kai Kächelein, Geschäftsführer Vertrieb & Marketing des hagebau Einzelhandels, zeigte die positive Wirkung der Jubiläumskampagne für die Marke hagebau/hagebaumarkt auf: „Nach ersten Messungen ist die ungestützte Bekanntheit um fast 10 Prozentpunkte auf einen historischen Höchstwert von 42 Prozent gestiegen.“

Wachstumsstarke hagebaumärkte

Nach einem Nettoverkaufsumsatz im hagebau Einzelhandel von 2,3 Milliarden Euro in 2013 wird für das laufende Jahr ein Anstieg auf 2,6 Milliarden Euro erwartet. Dafür verantwortlich sind, laut Kächelein, vor allem die wachstumsstarken hagebaumärkte in Deutschland und Österreich. Deren Rekordumsatz 2013 von 1,5 Milliarden Euro (+ 3,8 Prozent) wird laut Plan bis Ende 2014 um weitere 300 Millionen Euro steigen. In den ersten fünf Monaten wurde bereits ein Plus von 200 Millionen Euro erreicht.

Gewachsen ist im vergangenen Jahr auch das zweite System der hagebau: Das Kleinflächenkonzept Werkers Welt verbuchte mit seinen 71 angeschlossenen Standorten ein Plus des Nettoverkaufsumsatzes von 10,8 Prozent. Bis 2020 soll die Zahl der Werkers Welt Märkte auf 200 steigen.

Aus E-Commerce wird Commerce

In Zukunft richtet der hagebau Einzelhandel seinen Fokus noch stärker auf das Cross-Channel-Geschäft. „Der komplette Einzelhandel steht vor einer der größten Veränderungen, seitdem es die Selbstbedienung gibt“, machte Kächelein den Strukturwandel deutlich. Im DIY-Bereich würden derzeit bereits fast 2 Milliarden Euro Online-Umsatz getätigt. Die hagebau, die zusammen mit dem Partner Otto Group den größten deutschen Online-Baumarkt betreibt, konnte nachhaltig von diesem Trend profitieren: Das Joint Venture baumarkt direkt erzielte im Geschäftsjahr 2013/14 (per Ende Februar) ein Umsatzplus von 10,3 Prozent auf 221 Millionen Euro.

„E-Commerce war gestern. Für die hagebau gibt es in Zukunft nur noch Commerce, denn der Online-Vertriebsweg muss vollkommen in unserer Einzelhandelsdenke aufgehen“, gab Kächelein die Marschrichtung vor und sah den hagebau Einzelhandel mittelfristig unter den Top 3 in der deutschen DIY-Branche.

Torsten Kreft, Geschäftsführer Category Management, ging noch einen Schritt weiter: „Wir wollen der führende Systemanbieter im Bereich DIY und Garten in Deutschland werden. In ausgewählten Sortimenten, die eine wesentliche Bedeutung für unser hagebaumarkt System haben, wollen wir Benchmark für die Branche sein.“ Wie Kreft weiter betonte, habe das Category Management mit seinen kundenorientierten Flächenkonzepten, profilierten Eigenmarken und qualitativ hochwertigen Produkten wesentlich zum Erfolg der hagebau Einzelhandelssparte beigetragen. Durch die ertragsstarke Sortimentsstrategie und Eigenimporte konnten Spannen und Roherträge gesteigert und wettbewerbsfähige Preise sichergestellt werden. Der Umsatz habe sich in allen Warengruppen besser entwickelt als im Branchenschnitt. „Profitabel wachsen“ – diese Losung gab Kreft auch für die Zukunft aus.

Festakt zeichnet Geschichte der hagebau nach

Ihren runden Geburtstag feierte die hagebau auch mit einem gebührenden Festakt. Durch den Abend, der die Geschichte der hagebau nachzeichnete, führte die TV-bekannte Moderatorin Ina Müller. hagebau Testimonial Mike Krüger hatte eigens zum Jubiläum und exklusiv für den Abend ein Lied getextet.

Beim abendlichen Festakt feierten 700 Teilnehmer das 50-jährige Bestehen der hagebau. Dabei bestand auch viel Gelegenheit zu Kommunikation und Erfahrungsaustausch.

Der Aufsichtsratsvorsitzende Hartmut Richter hob in seiner Rede die Errungenschaften der hagebau in den vergangenen 50 Jahren hervor.

Heribert Gondert, Sprecher der hagebau Geschäftsführung, zeigte die positiven Geschäftszahlen für 2013 und die ersten Monate 2014 auf.

Der neue hagebau Aufsichtsrat: von links: Johannes Schuller, Julian Tintelnot, Andreas Augenthaler, Klaus Hoppe, Michael Batzner, Christoph Lehrmann, Aufsichtsratsvorsitzender Hartmut Richter, Robert Grieshofer, Martin Oelenberg und Matthias Schäfer.

Die hagebau Gesellschafterversammlung stand ganz im Zeichen des runden Jubiläums der Kooperation.

Leistung durch Gemeinschaft: Hunderte von Teilnehmern der hagebau Gesellschafterversammlung stellten das hagebau Logo nach.

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